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Gewalt in unserer Gesellschaft ist etwas, das wir nicht einfach als gegeben hinnehmen wollen und dürfen.

GEWALT-Definition

Gewalt lässt sich nur definieren, wenn man den Begriff Aggression mit zur Hilfe nimmt. Dabei muss man zwischen konstruktiver und destruktiver Aggression unterscheiden.

  • Konstruktive Aggression ist, wenn ich mich im Rahmen der geltenden Regeln durchsetzen kann, ohne andere Menschen absichtlich psychisch oder physisch zu verletzen.
  • Destruktive Aggression bedeutet, dass ich, um mich selbst zu behaupten, andere Menschen psychisch oder physisch verletzte, ihre Sachen absichtlich beschädige oder zerstöre.

Destruktive Aggression ist Gewalt!

Nicht nur im Bereich der Sozialen Arbeit gerät man immer wieder mit diesem Thema und der scheinbaren Hilflosigkeit aller Beteiligten in Berührung. Es bleibt dahingestellt, ob es heute mehr Gewalt gibt als früher, geändert hat sich aber sicherlich die diesbezügliche Wahrnehmung in der Gesellschaft.

Hierin liegt eine große Chance, denn einer Gefahr, die man erkennt, kann man begegnen. Der Verein „Leben ohne Gewalt – L.o.G. e.V." will diese Gefahr der Gewalttätigkeit bekämpfen, nicht mit leeren Worten und Versprechungen, sondern mit Taten und Aktionen, die dort ansetzen, wo sie eine Veränderung bewirken und mit Mitarbeitern, die wissen, wovon sie reden, weil sie täglich mit dem Thema und seinen Auswirkungen konfrontiert werden.

Der Ruf nach Anti-Gewalt-Trainings wird in verschiedenen Arbeitsbereichen immer lauter, doch in vielen Regionen fehlt es noch immer massiv an der Umsetzung, entweder wegen fehlenden Fachpersonals, fehlender Organisation oder – noch häufiger –fehlender Finanzierung. Jeder weiß zwar, dass ein Defizit besteht, aber keiner weiß, was man wie dagegen machen soll.

Der Verein will primär Anti-Gewalt-Kurse anbieten, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aufzeigen, dass und warum ihre bisherigen Verhaltensmuster falsch waren. Im Anschluss wird ihnen dann vermittelt, welche Alternativen jeder einzelne von ihnen zur Gewalttätigkeit hat.
Diese Verhaltensänderung ist erlernbar, egal von welcher Alters- und Personengruppe. Die Kurse sollen zur Verfügung stehen für alle, die sie benötigen: für Erwachsene genauso wie für Jugendliche, für Männer aber auch für Frauen. Die für die einzelnen Gruppen notwendige Methodik und Konzeption wird vom Verein mit den entsprechenden Trainerinnen und Trainern erarbeitet und festgelegt. Zusätzlich zu diesen Kursen mit unterschiedlicher Dauer und Intensität planen wir, Vortragsreihen in der Öffentlichkeit und Projektwochen in Schulen oder Bildungseinrichtungen zum Thema Gewalt oder einzelnen Aspekten hiervon anzubieten. Auch hier hoffen wir auf eine rege Kooperation zu anderen Institutionen wie z.B. Polizei, Jugendämtern und Schulen.